Abba Musical Mamma Mia: Erfahrungsbericht

Das Abba Musical Mamma Mia ist eine sehenswerte Reminiszenz an die schwedische Popgruppe und die siebziger Jahre.


Im Abba Musical Mamma Mia wird die leicht verwirrende Geschichte einer unehelichen Tochter erzählt, die zu ihrer Hochzeit ohne das Wissen der Mutter ihre drei potenziellen Väter einlädt. Die Story ist heiter und fröhlich inszeniert, die Musik hervorragend – selbst Menschen, die Musicals eigentlich nicht mögen, kommen hier auf ihre Kosten.

Die Geschichte des Musicals

Die Geschichte, die das Abba Musical Mamma Mia spielt, ist schnell erzählt. Die junge Sophie wurde von ihrer Mutter Donna, einem überzeugten Single, alleine großgezogen. Sophie kennt ihren Vater nicht und stellt eines Tages, als sie im Tagebuch ihrer Mutter stöbert, fest, dass es drei potenzielle Väter gibt. Nachdem Sophie ihrem Traummann gefunden hat, beschließt sie zu ihrer Hochzeit alle drei möglichen Väter ohne das Wissen der Mutter einzuladen. Zum Polterabend treffen die drei Männer sowie zwei Freundinnen der Mutter auf der kleinen griechischen Insel, wo Sophie und Donna leben, ein. Trotz aller Versuche Sophies, die Anwesenheit der Männer vor Donna vorerst geheim zuhalten, trifft diese viel zu Früh auf ihre Expartner. Keiner der drei Exliebhaber ahnt etwas von der Verwandtschaft, während des Polterabends fangen sie jedoch langsam an zu ahnen, was Sache ist. Die fröhliche Inszenierung dieses Verwirrspiels wird untermalt von zweiundzwanzig Songs der schwedischen Popgruppe, wobei die Handschrift von Catherine Johnson unverkennbar ist. Das Abba Musical Mamma Mia hat keinen tiefschürfenden Inhalt, ist aber gut und unterhaltsam gemacht.

Kritik zum Abba Musical Mamma Mia

  • Wie fast alle Musicals ist Mamma Mia ein Stück der leichten Unterhaltung. Die Darsteller scheinen mit ihrer Rolle verwachsen, spielen so überzeugend, dass das Publikum zu lauten Lachsalven angeregt wird. Die Situationskomik wirkt nicht einstudiert, sondern zufällig, was für die hervorragende Regie spricht, die Musik von Abba untermalt das Stück und gibt ihm seine ganz besonderes Flair.
  • Der Zuschauer fühlt sich in die siebziger Jahre zurückversetzt, ohne das Gefühl einer Nostalgieshow zu bekommen, Welthits wie „Have a Dream“, „Honey, Honey“, „Dancing Queen“ oder “The Name of the Game” sind ebenso vertreten wie natürlich “Mamma Mia” und „Take a Chance on Me“. 
  • Das Stück ist so lebendig, dass es mit einer spärlichen Kulisse auskommt, die Darstellung, der Gesang und der Tanz überzeugen durch ihre Perfektion. Die hexenschussgeplagte Tanja ist ebenso ein Genuss anzusehen wie die Feministin Donna oder die drei Exliebhaber Bill, Harry und Sam. 
  • Seit 2007 auf der Bühne hat das Abba Musical Mamma Mia über dreißig Millionen Zuschauer in seinen Bann gezogen, gehört damit zu Recht zu den Erfolgsmusicals und kann durchaus in einem Atemzug mit „Tanz der Vampire“, „Cats“ oder „Starlight Express“ genannt werden.