Aktiendepots

Mit Aktiendepots lässt sich langfristig Geld mit nur geringem Risiko anlegen. Da sich das Risiko auf viele Anleger verteilt, ist es geringer.


In Zeiten nachlassender Leistungsfähigkeiten der gesetzlichen Rente sehen sich viele gezwungen, nach zusätzlichen Möglichkeiten zur Altersvorsorge Ausschau zu halten. Eine durchaus solide und gewinnbringende Vorsorgeplanung besteht im Anlegen von Aktien. Der Anleger kann sich somit in Ergänzung zur gesetzlichen Rente einen Kapitalstock aufbauen – und das mit einem geringen Spareinsatz.

Zusammenstellung eines Depots
Doch um überhaupt als Anleger ins Aktiengeschäft einsteigen zu können, braucht man Aktiendepots. Entgegen vieler Annahmen bedarf es für das Zusammenstellen eines Depots – welches entweder nach dem Zufallsprinzip oder nach einfachen Anlagestrategien zusammengestellt wird – nur einen geringen Zeitaufwand. Doch einmal zusammengestellt, sollte das Depot auch über längere Zeit so bestehen bleiben, da sich nur längerfristige Anlagen auch wirklich lohnen. Entsprechend der alten Börsenweisheit: „Hin und Her macht Taschen leer“. Das bedeutet, dass das Depot nicht ständig neu zusammengestellt werden soll, da jede Umschichtung Gebühren kostet und die Rendite des Depots somit auch niedriger ausfällt.

Vorgehensweise
Diejenigen, die über ein solches Aktiendepot (auch Depotkonto genannt) bei einer Depotbank verfügen, können nun mit den Aktien über die Depotbank handeln. Bei der Depotbank kann es sich sowohl um die Hausbank, die Filialbank oder die Online-Bank handeln – Voraussetzung ist, dass die Bank über ein haftendes Eigenkapital von mindestens fünf Millionen Euro verfügt. Darüber hinaus muss der Anleger auch über ein Girokonto beziehungsweise ein Verrechnungskonto verfügen, da so die Erträge und/oder Kosten verrechnet werden können.

Kosten und Gebühren
Doch für das Handeln über eine Depotbank fallen auch Gebühren an, die sehr unterschiedlich ausfallen können. Zum Einen setzen sich die Kosten aus der Grundgebühr, zum Anderen aus den Ordergebühren, den Limitgebühren sowie den Zeichnungsgebühren zusammen. Die Grundgebühren fallen an, da die Geldinstitute bei Depotkonten (Aktiendepots) mehr Aufwand betreiben müssen, als dies beispielsweise bei Girokonten der Fall ist. Die Ordergebühren fallen bei jeder Transaktion an. Die Limitgebühren werden dann fällig, wenn der Anleger einen bestimmten Kurs festlegt, bei welchem die Aktien dann automatisch ge- beziehungsweise verkauft werden sollen. Schließlich werden bei der Zuteilung von Neuemissionen die Zeichnungsgebühren fällig. Bei Neuemissionen handelt es sich um neu an die Börse gekommenen Werte, die zuvor nicht für das breite Anlegerpublikum zugänglich waren und meist Mehrheitsverhältnisse hatten. Eine Emission bedeutet im Vergleich dazu, dass Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen auf den Markt gebracht werden.

Renditemöglichkeiten
Bezüglich der Rendite können die Anleger auf lange Sicht – das bedeutet über einen Zeitraum von zehn Jahren oder länger – mit einem breit gestreuten Aktiendepot eine durchschnittliche Rendite von circa neun Prozent oder mehr im Jahr erzielen. Somit handelt es sich beim Aktendepot um eine solide Geldanlage, die überdies weniger riskant und arbeitsintensiv ist als oftmals angenommen wird.