Cashpool Banken

Cashpool Banken garantieren die kostenlose Bargeldabhebung an allen Geldautomaten im Verbund. Etwa fünf Prozent aller Geldautomaten in Deutschland sind Teil des Cashpools.


Die Bezeichnung Cashpool ist eine abgewandelte Form des Cash-Pooling Begriffs. Das Wort Cash-Pooling stammt, wie viele andere Begriffe in der Geldwirtschaft, aus dem Englischen. Damit sind in die im Finanzmanagement großer Unternehmen vorgenommene Bündelung und der Ausgleich von Liquidität unter den verschiedenen Tochterfirmen eines Konzerns gemeint. Bei den Cashpool Banken handelt es sich ebenfalls um einen Zusammenschluss. In diesem Fall geht es um den Verbund verschiedener Banken in Deutschland, die ihren Kunden die Möglichkeit einräumen, kostenlos an allen Bankautomaten der Mitglieder Bargeld abzuheben.

Die Gründung war die einzige Möglichkeit
Im Jahr 2000 wurde der Verbund durch zwei Banken und einem Bankenverbund initiiert. Es waren nämlich die heutige Targobank, die zu der Zeit noch unter Citibank firmierte, die SEB und die Sparda-Banken, die dadurch auf die geplante Entgelterhöhung zur Bargeldabhebung an Bankautomaten der Sparkassen und Genossenschaftsbanken reagierten. Erst im Jahr 1997 war das Höchstentgelt auf vier DM begrenzt worden. Die Sparkassen und die Genossenschaftsbanken, das sind übrigens die Volks- und Raiffeisenbanken, besitzen knapp 80 Prozent aller Geldautomaten, die restlichen verteilen sich zu 15 Prozent auf die Cash Group und zu fünf Prozent auf die Cashpool Mitglieder. In ihrem Handeln bestärkt wurden die Sparkassen und Genossenschaftsbanken durch die zögerliche Haltung des Bundeskartellamts, das die Festlegung einer Entgelthöchstgrenze nicht mittragen wollte. Bis zum heutigen Tage haben sich noch weitere Geldinstitute dem Verbund angeschlossen. Zu den Mitgliedern gehören namhafte Banken, wie beispielsweise die Santander Consumer Bank AG oder auch die Bank für Sozialwirtschaft AG mit Sitz in Köln.

Die weitere Entwicklung bleibt spannend
Im Gegensatz zu den Genossenschaftsbanken und Sparkassen haben sich die Privatbanken dazu verpflichtet, ab Januar 2011 das Entgelt für die Auszahlung von Bargeld an Fremdkunden auf maximal 1,95 Euro zu beschränken. Im Augenblick sieht es so aus, dass die Sparkassen und die Volks- und Raiffeisenbanken weiterhin eine weitaus höhere Gebühr verlangen werden. Aus dem Grund wird es höchste Zeit, dass dieses Thema endlich an höchstrichterlicher Stelle entschieden wird. Dadurch sollte dieser eindeutige Nachteil für die Kunden der Cashpool Banken gegenüber denen der Genossenschaftsbanken und Sparkassen endlich zu Gunsten aller Verbraucher entschieden werden.