Modeskizzen anfertigen - Material und Techniken

Um gut Modeskizzen anfertigen zu können, sind verschiedene Zeichentechniken nötig, die oftmals kombiniert werden – erst dann kann ein Modell entstehen.


Wer Modeskizzen anfertigen möchte, muss zeichnen können. Nicht nur die Materialdarstellung ist wichtig, auch der Stofffluss und die Materialschnittstellen sollten erkennbar sein. Es gibt verschiedene Zeichentechniken, die auf unterschiedlichem Grund angewendet werden, viele sind kombinierbar, einige nicht und ein Teil ist für Modeskizzen völlig ungeeignet.

Verschiedene Arten der Darstellung

  • Mit den klassischen Zeichnungsarten, der Buntstift- und Bleistiftzeichnung, lassen sich am besten Modeskizzen anfertigen. Diese ähneln den Kohle- und Pastellzeichnungen. Wie bei diesen werden die Pigmente in den Stiften durch Abrieb auf trocknes Papier aufgebracht. Die Pigmente verbinden sich nicht mit dem Papier und müssen im Anschluss fixiert werden. Mit Bleistift und Buntstift sind feinere Zeichnungen möglich, Kohle- und Pastellstifte sind deutlich gröber.
  • Bleistiftzeichnungen werden häufig als Entwürfe verwendet, nicht nur weil radiert werden kann, sondern insbesondere weil ein feineres Arbeiten möglich ist. Auch Buntstifte finden Anwendung bei Entwürfen, haben jedoch den Nachteil, dass sie sich häufig nicht rückstandslos entfernen lassen, sie kommen eher bei der Koloration zum Einsatz.
  • Als Tuschezeichnung werden Modeskizzen seltener angefertigt, da diese deutlich schwieriger sind als Bleistiftzeichnung, insbesondere, da sich das Papier mit der Farbe verbindet und Fehler irreparabel sind. Es ist zwar bedingt möglich die Tusche vom Papier zu schaben, die Zeichnung wird aber im Anschluss nicht mehr so exakt, da die Farbe auf dem beschädigten Papierbogen leicht verläuft. Wer ungeübt Modeskizzen anfertigen möchte, sollte auf jeden Fall den Klassiker „Bleistift“ benutzen und mit Buntstiften nachkolorieren.

Zeichenmaterial für Modeskizzen

  • Für das Gelingen von guten Skizzen, egal ob für Modezeichnungen oder andere Bilder, ist das verwendete Zeichenmaterial ausschlaggebend. Dabei spielt neben den verschiedenen Stiften das Papier eine entscheidende Rolle. Für Bleistift und Buntstiftzeichnungen kann etwas grobkörnigeres Papier verwendet werden, während für die Zeichenkohle und Pastellkreide glattes Zeichenpapier besser geeignet ist.
  • Tuschezeichnungen benötigen Spezialpapier, da die Tinte leicht verläuft. Wie stark, hängt von der Qualität des Untergrunds ab. Werden verschiedene Techniken kombiniert, wie zum Beispiel eine Tuschzeichnung im Anschluss mit Buntstift coloriert, muss das Papier auf die Tusche abgestimmt sein und nicht auf den Buntstift.
  • Generell gilt, werden feuchte mit trockenen Techniken verbunden, ist das Zeichenpapier auf die feuchte Farbe auszulegen und nicht auf die trockene.
  • Neben Bleistift, Buntstift und Tusche gibt es noch das Aquarell, wobei sich die Farben wie bei der Tusche mit dem Papier verbinden. Modeskizzen anfertigen ist auch mit Aquarellen möglich, in Kombination mit einer Bleistiftzeichnung lassen sich besonders fließende Modelle sehr gut darstellen. Auch hier wird Spezialpapier für feuchte Farben benötigt. Öl auf Leinwand ist generell für Modeskizzen ungeeignet, wenn auch die Modelldarstellung sehr reizvoll sein kann.