Modezeichnen lernen: die Grundregeln

Modezeichnen lernen ist gar nicht schwer, doch bevor man so richtig kreativ werden kann, sollte man sich einige grundlegende Dinge aneignen.


Modezeichnen dient zunächst dazu, Ideen auf Papier zu bringen. Später kann man auf diese Weise seinen Stil oder seine Vorstellungen von Mode präsentieren. Das Kleidungsstück steht beim Modezeichnen ganz im Mittelpunkt. Doch man zeichnet auch eine Figur, das heißt ein Model, welches die Kleidung trägt. Gezeichnet werden kann mit einem Zeichenprogramm am Computer oder aber ganz klassisch mit Kohle oder Bleistift auf Zeichenpapier. Modezeichnen lernen erfordert außer etwas Geschick auch viel Geduld und Übung.

So wird das Model gezeichnet ...

  • Um Modezeichnen lernen zu können, sollte man mit einigen Model-Figuren auf einem Schmierpapier beginnen. Man zeichnet das Model zunächst mit einer dunklen Farbe. Die Proportionen werden übertrieben dargestellt. So sind zum Beispiel die Arme und Beine, besonders bei weiblichen Figuren, extrem lang.
  • Das Model muss nicht unbedingt natürlich aussehen. Meist eignet sich eine Pose, in der die Figur aufrecht steht oder läuft, damit möglichst viel von der Kleidung sichtbar ist. Um die typischen Model-Posen möglichst genau darzustellen, kann man sich beispielsweise einen Modekatalog ansehen oder eine Zeichenpuppe verwenden.
  • Das Gesicht und die Haare können beliebig gestaltet werden. Manche Künstler lassen das Gesicht auch einfach leer. Da bei der Modezeichnung das Kleidungsstück das Zentrum darstellt, wird die Figur meist nur schwarz-weiß gehalten.

... und so die Mode

  • Nun sind der individuellen Kreativität keine Grenzen mehr gesetzt. Man kann sich von einem Künstler oder etwas anderem inspirieren lassen und dann seine Ideen auf Papier bringen. Es bietet sich an, zuerst eine grobe, schwarz-weiße Skizze dessen anzufertigen, was einem vorschwebt, um dann Schritt für Schritt das Kleidungsstück zu vervollständigen.
  • Es ist darauf zu achten, dass nicht alle Stoffe „steif“ auf der Figur sitzen, sondern sich dem Körper des Models natürlich anpassen. Dies gilt vor allem bei lockeren und leichten Stoffen. Sie werfen Falten und „fliegen“, besonders dann, wenn das Model läuft oder nicht aufrecht steht.
  • Anschließend bringt man Farben und Muster mit ins Spiel. Beim klassischen Modezeichnen auf Papier können hierfür Buntstifte oder Tusche verwendet werden. Muster, Drucke oder Stickereien müssen immer so dargestellt werden, als befänden sie sich auf dem Falten werfenden und zusammengenähten Stoff.
  • Interesse an Mode und Kreativität gehört ebenso wie Fleiß und ein wenig Begabung zum Modezeichnen lernen dazu. Man sollte sich nicht zu schnell entmutigen lassen – auch die großen Künstler haben klein angefangen.