Wasserkefir ansetzen – So wird's gemacht

Wasserkefir ansetzen ist kinderleicht. Im Geschmack erinnert das Getränk stark an Kombucha.


Wasserkefir ist geschmacklich dem Trendgetränk Kombucha sehr ähnlich, eigentlich auch viel ähnlicher als dem Namensvetter Kefir. Hergestellt wird dieses erfrischende, kohlensäurehaltige Getränk aus dem Wasserkefir-Kristall. Er wird auch Tibi, Japankristall und Japanische Kristall- oder Meeresalge genannt. Dieser Stoff sieht gemäß seiner Bezeichnung aus wie Kristallstücke, die kleiner als ein Zentimeter und relativ weich sind. Bei dem Gärprozess vermehren sie sich auf die doppelte Größe. Im Wasserkefir findet man nach dem Herstellungsprozess eine symbiotische Mischkultur aus Hefe- und Bakterienarten. Die Zusammensetzung ist für den späteren Geschmack ausschlaggebend und hängt von der Ansatzmethode, der Herkunft des Kefirkristalls und den Lebensbedingungen ab.

Wasserkefir ansetzen: Hygiene unerlässlich

  • Bei dem gesamten Herstellungsprozess ist vor allen Dingen der hygienische Umgang mit allen verwendeten Herstellungsgeräten und Rohstoffen nötig. Die Hände müssen sauber und seifenfrei sei. Die Wasserkefir-Kristalle sollten nach Möglichkeit nicht mit den Händen berührt werden. Stattdessen kann man einen sauberen Plastiklöffel verwenden.
  • Um die Geräte und Behältnisse vorher gründlich zu reinigen, nimmt man heißes Wasser und Spülmittel. Die Spülmittelreste müssen anschließend sorgfältig abgewaschen werden, da der Wasserkefir auf Metall und Chemikalien sehr empfindlich reagiert.

Benötigte Zutaten und Geräte

Folgende Zutaten und Herstellungsutensilien benötigt man für einen Liter Wasserkefir-Getränk:

   • eine echte Wasserkefir-Kultur für einen Liter Wasser
   • einen Liter Wasser
   • etwa fünf Esslöffel Zucker, beziehungsweise 80 Gramm
   • 20 bis 30 Gramm Trockenfrüchte nach eigener Vorliebe (Rosinen, Feigen, Pflaumen, …)
   • ein bis zwei Scheiben einer unbehandelten oder geschälten Zitrone
   • ein sauberes, verschließbares Gefäß mit mindestens einem Liter Fassungsvermögen
   • ein Sieb aus Plastik, einen Trichter und Flaschen zum Abfüllen des Endproduktes

Herstellung Schritt für Schritt

  • Unbedingt sollte der Hinweis beachtet werden, dass die Kefir-Kultur niemals mit Metall in Berührung kommt, also sollten immer Löffel und Sieb aus Plastik verwendet werden. Mit der Herstellung kann man nach der gründlichen Reinigung aller Geräteschaften beginnen.
  • Zunächst füllt man das Gärgefäß mit einem Liter zimmerwarmen stillen Mineral- oder Leitungswasser und löst den ganzen Zucker darin auf. Danach gibt man Wasserkefir-Kultur dazu, etwa drei Esslöffel voll. Darauf folgen die Trockenfrüchte. Die Grammangabe entspricht zum Beispiel etwa einer halben Hand Rosinen oder drei Feigen.
  • Anschließend kommen die Zitronenscheiben in das Gefäß. Dann verschließt man das Gefäß so, dass jedoch noch Kohlensäure entweichen kann, die beim Gärprozess entsteht. Wenn es zu dicht verschlossen ist, kann zu viel Druck entstehen und das Gefäß explodiert. Dieses Gefäß samt Inhalt muss nun an einen warmen Ort aufbewahrt werden.

Die Gärzeit ist variabel

  • Man kann sich informieren, welche Gärzeiten nötig sind, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen, denn man kann das Gefäß zwischen einem und drei Tagen auf diese Weise gären lassen. Man kann natürlich auch ausprobieren, wann der beste Geschmack für einen persönlich erzielt ist.
  • Nach diesem Zeitraum entfernt man die Zitronenscheiben und Trockenfrüchte aus dem Gefäß und gießt das fertige Getränk durch ein Sieb in die Glas- oder Plastikflaschen. Die Kefir-Kultur im Sieb wird danach mit kaltem Wasser abgeduscht und das Gärgefäß mit heißem Wasser ausgespült. Danach kann man bereits den nächsten Wasserkefir ansetzen.