Wie werde ich Regisseur?

Die Ausbildung zum Regisseur erfolgt meist über ein Hochschul- oder Fachhochschulstudium und führt dann über die Hospitanz als Regieassistent zu Ruf und Anerkennung.


Wie werde ich Regisseur? Die Ausbildung zum Regisseur erfolgt an Musikhochschulen und allgemeinen Hochschulen. Auf jeden Fall ist das Abitur, für Fachhochschulen, die Fachhochschulreife erforderlich. Außerdem haben viele Hochschulen, des großen Andrangs halber, besondere Zulassungsverfahren. Anders ist es mit Film- und Fernsehregisseuren. Hier gibt es keine besonderen Zugangsvoraussetzungen. Die großen Fernsehanstalten regeln die Ausbildung selbst. Regie-Studiengänge schließen heute mit dem Bacchelor-Abschluss nach drei bis vier Studienjahren. Darauf kann ein Masterstudium mit ein bis zwei Jahren Dauer gesetzt werden.

Theaterregisseur arbeiten meisten freiberuflich
Wie werde ich Regisseur? Der Weg führt meist auch nach abgeschlossenem Studium über die Hospitanz als Regieassistent an einem Theater. Fest angestellt sind die wenigsten Regisseure. Meistens bekommen sie einen so genannten Stückvertrag über ein oder zwei Projekte in einer Spielzeit und sind im Übrigen freischaffend tätig. Das bedeutet, dass sie sich entweder an verschiedenen Häusern mit Regieprojekten bewerben oder entsprechend dem Bedarf angefragt werden. Das ist natürlich ein höchst unsicheres Künstlerleben. Erst wenn ein solcher Regisseur nach etlichen Regieprojekten einen Ruf erlangt hat, kann er auf laufende Aufträge hoffen.

Wer sich vor dem Einstieg in das Berufsleben fragt, wie werde ich Regisseur, muss sich darüber klar sein, dass dies ein sehr anspruchsvoller Beruf ist. Es ist nicht damit getan, ein Sprech- oder Musikthteaterstück so umzusetzen, dass es künstlerisch beeindruckt und dem Publikum gefällt. Ein Regisseur muss auch die geeigneten Schauspieler und Sänger auswählen oder zumindest das Künstlerische Betriebsbüro an seinem Theater entsprechend beraten. Er muss auch auf Bühnenbild und Kostüme Einfluss nehmen. Erfahrene und angesehene Regisseure arbeiten deshalb meist mit freien Bühnen- und Kostümbildnern zusammen. Auch eine ständige Zusammenarbeit mit Choreografen ist vorstellbar und nützlich.

Der Beruf des Regisseurs ist kein lustiges Künstlerleben
Wer sich in jungen Jahren die Frage stellt, wie werde ich Regisseur, muss sich darüber klar sein, dass ein Regisseur kein lustiges Künstlerleben führt, sondern für den Erfolg hart arbeiten muss. Zumindest in den Anfangsjahren sind die Gagen bescheiden. Erst wer einen Ruf hat, kann mehr Geld fordern. Feste Arbeitszeiten im bürgerlichen Sinne gibt es auch nicht, und die Arbeit geht oft bis spät in die Nacht. Wie werde ich also Regisseur? Wenn ich mich zur Kunst berufen fühle.